Über die Person
Ossamma Al Khalil
B.A. Sportwissenschaft (Schw. Gesundheitsförderung ) Uni Tübingen
4 Jahre Medizinstudium an der Uni Tübingen
zertifiziert in Ganganlyse, Haltungsanalyse, Bewegungsanalyse
zertifiziert in FOI- Methode
Verheiratet und Vater von zwei Söhne
Nicht das Was bestimmt meinen Weg der Begleitung – sondern das Warum.
im Kern meiner Arbeit steht eine einfach, aber entscheidende Frage: Warum. Erst wenn das Warum verstanden ist, folgen das Wie und das Was von selbst. auf meinem Weg- geprägt durch meine Sozialisation in ganz anderen Kultur, Später in Deutschland als Medizinstudent, als Sportwissenschaftler und als Leistungssportler mit eigenen Verletzungen und intensive Einblicke in das Gesundheitssystem- wurde mir eins immer deutscher: es geht immer um den Blickwinkel. der Arzt sucht die Ursache in der Struktur, der Physiotherapeut schaut sich die Funktion an, der Sportler strebt die Perfektion und der Körper die Stabilität. doch oft fehlt die Verbindung. häufig jedoch isoliert, selten ganzheitlich.
der Menschliche Körper funktioniert doch nicht in Einzelteilen. Fuß, Knie, Hüfte, Becken, WS arbeiten nicht unabhängig voneinander- sie sind teil einer dynamischen, kinetischen kette. Bewegung ist kein starres System. der Körper sucht immer den effizientesten Weg mit möglichst weniger Energieaufwand und möglichst wenig Schmerz. denn der Körper sucht nie die Perfektion, sonder die Stabilität. Genau hier entstehen Kompensationen- oft unbemerkbar, aber langfristig entscheidend. auch im Bikefitting stelle ich mir diese Frage: warum gelten bestimmte Winkel als "ideal"? reicht es aus , Positionen anhand von Standardwerten festzulegen? oder gibt es noch tiefere Zusammenhänge, die berücksichtigt werden müssen? für mich war klar: eine rein mechanische Betrachtung greift zu kurz. jeder Mensch bringt eigene Voraussetzungen mit- anatomisch, funktionell und im Alltag. eine Bewegung , die für den einen problematisch ist, kann für den anderen irrelevant bleiben- je nach Belastung und Nutzung.
Kompensation ist normal und sogar sinnvoll. der Körper entwickelt Strategien, um weiterhin funktionieren zu können. Diese Kompensation sind zunächst sinnvoll- können aber längerfristig zu ineffizienter Bewegung, asymmetrische Belastung und sogar zu Schmerzen oder Leistungsabfall führen
ähnlich wie in der Medizin, wo viele Erkrankungen typischen symptomatischen Verlauf und Entwicklungsstadien folgen, zeigen auch Funktionsstörungen des Bewegungsapparates charakteristische Muster. Kompensationsketten Entstehen nicht durch Zufall, sie folgen klaren biomechanischen Gesetzmäßigkeiten und wiederkehrende Anpassungsstrategien des Körpers. Ein Schmerz im Knie, Hüfte oder im Rücken ist oft nicht das eigentliche Problem, es kann das Endglied seiner biomechanischen Kette sein. deshalb unterscheide ich immer zwischen:
strukturelle Veränderungen
funktionelle Einschränkungen
muskuläre Dysbalancen
nur wenn die tatsächliche Ursache erkannt wird, entsteht eine nachhaltige Lösung- nicht nur eine kurzfristige Entlastung. deshalb liegt mein Anspruch auf den Körper und seiner physiologischen Funktion als Ganzes zu verstehen.
Pain finally makes sense here.
Anna K.
